BDPK
22. November 2017  

Der PKMV: Philosophie und Aufgaben

Der PKMV (Landesverband der Privatkliniken des Landes Mecklenburg-Vorpommern e.V.) vertritt gemeinsam mit dem BDPK (Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V., Berlin) und weiteren 11 Landesverbänden auf Landes- und Bundesebene die rechtlichen und politischen Interessen der Mitgliedsunternehmen.

Dazu sind die Verbände bei Gesetzgebungsverfahren anhörungsberechtigt und gleichzeitig auf der MV_GESPRÄCH_72Ebene der Selbstverwaltung maßgebliche Spitzenorganisationen im Sinne der sozialgesetzlichen Regelungen. Der PKMV, die weiteren Landesverbände und der BDPK vertreten ihre Mitglieder in allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Interessen nach außen. Sie unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen in Sach- und Rechtsfragen, bieten Hilfen in betriebswirtschaftlichen Fragen und informieren über politische und rechtliche Entwicklungen. Bundesverband und Landesverbände sind Tarifpartner auf Bundes- bzw. Landesebene. Weitere Informationen über den BDPK und seine Landesverbände auf der Webseite des BDPK ->weiter


Die Philosophie

Die Klinikunternehmen im PKMV wissen, dass Gesundheit eine entscheidende Grundbedingung für eine intakte Gesellschaft ist. Die Aufgabe des deutschen Gesundheitssystems - und damit auch der Kliniken - ist die optimale Erfüllung dieser Grundbedingung. Aktuell geschieht dies in Deutschland mit einer weltweit führenden, hochwertigen medizinischen Versorgung für alle - unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen. Krankenhäuser und Reha-Kliniken sind Leistungsträger dieses Systems, das nach Überzeugung aller Verantwortlichen weiterentwickelt werden muss, damit auch für kommende Generationen eine optimale gesundheitliche Versorgung zu bezahlbaren Preisen garantiert ist. Voraussetzungen dafür schafft ein Ordnungsrahmen, der bei allen Akteuren Anreize für das Streben nach bester Qualität und Effizienz setzt. Dieses Bekenntnis zu einem marktwirtschaftlichen Leistungsprinzip bedeutet für die privaten Klinkunternehmen im PKMV:

Patientenorientierung: Die Kenntnis der Patienten-Bedürfnisse entscheidet ganz maßgeblich über das medizinische Angebot, mit dem die Kliniken das Vertrauen der Patienten gewinnen und rechtfertigen. Diese Ausrichtung ist die Basis für unternehmerischen Erfolg.

• Erfolg als Existenzgrundlage: Kliniken müssen wirtschaftlich erfolgreich sein dürfen, denn stabile und positive Erträge sind die Voraussetzung für Qualität und für das Versorgungsniveau. Sie ermöglichen die Entwicklung neuer Angebote, die den Patienten-Bedürfnissen entsprechen.

• Innovationen machen Spitzenmedizin bezahlbar: Investitionen ermöglichen Innovationen, wissenschaftlichen Fortschritt und Attraktivität des medizinischen Angebots, die sich in der klinischen Praxis in verschiedenen Formen darstellen:  in der Gestalt motivierter und qualifizierter Mitarbeiter, als effektive Technik und durch rationelle klinische Kernprozesse, wie kurze Wege durch eine kompakte bauliche Plattform, interdisziplinäre Leistungsbereiche, Beseitigung von Engpässen in den Pflegestufen und eine konsequente Patienten- und Ablauforientierung.

Mitarbeiter als Partner:Eine Klinik lebt  durch ihre Mitarbeiter. Alle klinischen Handlungen sind mit den persönlichen und fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter verbunden. Deshalb bieten die privaten Klinkunternehmen im BDPK ihren Mitarbeiter attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und binden sie in die Gestaltung der Prozesse aktiv ein.

• Bedarfsgerechte Strukturen:Die Bedürfnisse der Patienten erfordern komplexe medizinische Angebote, die über einzelne Versorgungssektoren hinausgehen. Deshalb fördern die Kliniken eine Zusammenarbeit der Sektoren zum Wohle des Patienten.


Die Aufgaben

MV_SEEBRUECKEDie stationäre Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern besitzt im bundes- und europaweiten Vergleich ein sehr gutes Niveau. Daran haben die Krankenhäuser und Reha-Kliniken in privater Trägerschaft einen wesentlichen Anteil. Sie sind ein tragendes und gestaltendes Element im landesweiten Kompetenz-Netzwerk für die Gesundheitsversorgung und bieten mit ihren Einrichtungen beste Medizin für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Bedeutung der Branche "Gesundheitswirtschaft" ist in Mecklenburg-Vorpommern schon heute sehr groß und sie wird weiter wachsen. Rund 86.000 Menschen arbeiten derzeit in der Gesundheitswirtschaft, insbesondere im Gesundheitsversorgung und im Gesundheitstourismus. Die zentrale Lage in der Wachstumsregion Ostseeraum zwischen Berlin und Hamburg sowie wachsende Auslandsmärkte in Skandinavien und Osteuropa sind nur einige der Standortvorteile. Hinzu kommen eine hochmoderne Infrastruktur für die Daten- und Transportlogistik, attraktive Fördermöglichkeiten und eine im nationalen Vergleich niedrige Gewerbesteuer. Und nicht zuletzt sind es die Arbeitskräfte selbst, die das Potenzial von Mecklenburg-Vorpommern ausmachen: Das Land stellt hoch motivierte und flexible Arbeitskräfte, die überdurchschnittlich gut ausgebildet sind.

Zugleich ist die demographische Entwicklung der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland   davon geprägt, dass die Anzahl älterer Menschen zunimmt und seit einigen Jahren eine Verschiebung des Krankheitsspektrums beobachtet werden kann: der Anteil von akuten Krankheiten nimmt ab,  chronische und lebenslang zu versorgende Erkrankungen nehmen immer mehr zu. Dies stellt die Finanzierung des bundesdeutschen Gesundheitssystems vor schwerwiegende Probleme. Nach Ansicht vieler Experten ist ein weiterer Anstieg der Aufwendungen für die gesundheitliche Versorgung der bundesdeutschen Bevölkerung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch nicht mehr zu vertreten.

Eine finanzierbare Gesundheitsversorgung auf qualitativ höchstem Niveau ist trotz der oben beschriebenen Probleme die Zielsetzung der im PKMV organisierten Akut-, Rehabilitations- und Vorsorgekliniken in privater Trägerschaft. Sie kann nur sichergestellt bleiben, wenn die Effizienz der gesamten medizinischen Versorgung deutlich gesteigert wird. Neben der Gestaltung rationaler Organisationsstrukturen des gesamten Versorgungssystems bedarf es hierfür auch effizienter Organisationsstrukturen bei den einzelnen Leistungserbringern. Eine konsequente wettbewerbliche Orientierung der Anbieter ist – wie in anderen Bereichen des Wirtschaftslebens auch - die Triebfeder für eine permanente Verbesserung der Behandlungsergebnisse unter Beachtung des hierfür nötigen Ressourceneinsatzes. Diese Überzeugung ist seit jeher Maßstab für das tägliche Handeln in Akut-, Rehabilitations- und Vorsorgekliniken in privater Trägerschaft. Gerade im Bereich der öffentlichen Kliniken ist diese Grundeinstellung häufig noch fremd. Deshalb werden die privaten Klinikbetreiber manchmal argwöhnisch und kritisch aber insgeheim auch mit Respekt beobachtet. Der PKMV setzt sich bei der Politik für die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen ein, die eine wettbewerbliche Ausrichtung der Leistungserbringung im Gesundheitswesen mit einem eindeutigen Fokus auf die Qualität der Behandlungsergebnisse sicherstellt.

Für die öffentliche Hand wird es zukünftig immer schwieriger werden, die notwendigen Ausgaben, insbesondere Investitionen für Innovationen im Gesundheitswesen, zu finanzieren. Daher ist es nicht nur erforderlich die medizinisch notwendigen Leistungen wirtschaftlich zu erbringen, sondern gleichzeitig auch auf privates Kapital zurückzugreifen.


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